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Intellektuelles Eigentum - Was die Musikindustrie schon vor 5 Jahren hätte wissen können

Liebe Leser,

ich greife nicht gerne in der Post-Reihe “Intellektuelles Eigentum” vorweg, doch heute muss ich einen tagesaktuellen Beitrag (18.10.2007) des Spiegels kommentieren: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,512095,00.html. Dort wird unter der Überschrift “Auslaufmodell Plattenindustrie” berichtet, dass die bekannte Sängerin Madonna sich von ihrer bisherigen Plattenfirma Warner Music trennt und für viel Geld einen Vertrag mit dem Konzertveranstalter Live Nation eingeht. Im Beitrag heißt es weiter (Zitat): “Musiker können inzwischen mit Live-Auftritten Konzerten - und dem dazugehörigen Marketing - viel mehr verdienen als mit dem erdrutschartig schwindenden CD-Verkauf.

Aus dem im Beitrag beschriebenen Abgesang auf die klassischen Geschäftsmodelle der Musikindustrie ziehe ich zumindest für mich den Schluss, dass nur / zu Wenige mein Buch zum Thema “Intellektuelles Eigentum im Zeitalter von Digitalisierung und Internet. Eine ökonomische Analyse von Missbrauchskalkülen und Schutzstrategien.” gelesen haben. Gut, ich gebe es offen zu, es war eine wissenschaftliche Arbeit (Dissertation). Der Stoff ist interessant aber trocken und nüchtern präsentiert. Gleichwohl findet sich in dem Buch auch folgender Absatz:

Als besonders Erfolg versprechend hat sich folgendes Vorgehen erwiesen. Leicht zu kopierende Güter werden für ein geringes Entgelt angeboten oder geschädigte Akteure verzichten auf die Durchsetzung ihrer gesetzlichen Ansprüche. Für die kurzzeitige Bereitstellung beziehungsweise Demonstration schwer imitierbarer Fähigkeiten wird hingegen ein Premium­preis verlangt. Dieses Prinzip nutzen einige Musikgruppen. Sie nehmen den Missbrauch ihrer Werke bewusst in Kauf und hoffen, über die damit beschleunigte Marktdurch­dring­ung rasch einen hohen Bekanntheitsgrad zu erreichen und eine große Zahl von Inte­res­sen­ten für Konzerte zu gewinnen. Da die Eintrittspreise für solche Ver­an­staltungen in bestimmten Grenzen frei einstellbar sind, werden sie als Ersatz für ent­gang­ene Erlöse aus dem Verkauf von Musik-Alben eher unter dem Aspekt der Ge­winn­maxi­mierung als der Kostendeckung veranschlagt. Zusätzliche Einnahmen lassen sich im Rahmenprogramm aus dem Handel mit (nicht digitalisierbaren) Fanartikeln erzielen.”

Übrigens, die Arbeit ist nunmehr bereits 5 Jahre alt. Sie hat jedoch - wie der Spiegel-Artikel zeigt - nichts an ihrer Aktualität verloren. Wer Interesse an der Arbeit hat, ich habe noch eine Handvoll Freiexemplare vorrätig. Anfragen bitte an hachenberger@hotmail.com. Noch besser wäre es natürlich, Interessenten würden das Buch kaufen. Hier die Internet-Bestelladresse: DUV.